Microblog

Der 25. April

Der Vorabend des Massakers - Es ist der 25. April - ein freundlicher warmer Frühlingstag. Am nächsten Tag sollte es stattfinden...

So erinnere ich mich an den Soundsample eines Nachrichtensprechers aus dem Lied SITD - Laughingstock.

Ich hatte das Lied immer mit dem Amoklauf in Columbine in Verbindung gebracht. Als ich gerade danach im Internet recherchierte, stieß ich auf den wahren Hintergrund. Es ging um den Amoklauf in Erfurt. Der ganze Abschlussbericht des Geschehens gibt es im Bericht der Kommision Gutenberg-Gymnasium des Freistaates Thueringen.

Das Geschehen, was auf der Wikipediaseite beschrieben steht, ist sehr bedrückend. Es zeigt wieder einmal: Gewalt ist die letzte Bastion der Menschen, bei denen alle vorherigen Kommunikationsmöglichkeiten, ihren Schmerz auszudrücken, versagt haben.

Wichtig ist es, solche Kommunikationsmöglichkeiten zu schaffen. So ähnlich wie Synapsen: Manche Menschen besitzen viele dieser Kommunikationsmöglichkeiten; manche wenig. Diejenigen, die wenig davon besitzen, greifen, aus meiner Sicht, schneller auf Gewalt zu als diejenigen, die viele dieser Kommunikationsmöglichkeiten besitzen. Am Ende steht es immer bei: Flucht oder Kampf, einem Urtrieb unseres Daseins. Und anscheinend sah sich Robert Steinhäuser in die Enge getrieben, ohne jegliche Perspektive, seine Situation zum Guten zu wenden.

Menschen Perspektiven aufzuzeigen, auch in ihren dunkelsten Tagen ist das A und O. Lasst uns wieder einander zuhören und unsere Probleme gemeinsam bewältigen. Es gibt für alles eine Lösung. Der Tag hört nicht mit einer Nacht auf... Die hereinbrechende Nacht nach Sonnenuntergang ist schon bereits der Beginn eines neuen Tages. Und aus Dunkelheit erscheint der Keim einer neuen Hoffnung.

Geschrieben am 26. April 2020 um 15:06 Uhr.

Schlagworte: